Dr. Christoph Münz: „Holocaust – Shoa – Endlösung. Versuch einer Begriffsklärung“ 1886. mittwochgespräch
Wie in Worte fassen, was nicht fassbar scheint? Wie in Sprache bringen, was jenseits allen Verstehens zu liegen scheint? Welche Begriffe benutzen für das, was nicht begreifbar erscheint?
Die Erfahrung des Holocaust angemessen zur Sprache zu bringen ist ein Problem, das sich den Überlebenden ebenso stellt wie den nachgeborenen, dem Wissenschaftler ebenso wie dem Schriftsteller. Exemplarisch wird dieses Problem auf besonders umstrittene Weise in den verschiedenen Bezeichnungen deutlich, die für die Ermordung der europäischen Juden in Öffentlichkeit und Wissenschaft benutzt werden: Holocaust und Shoa.
Was genau aber verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Wie sind sie entstanden, wer hat sie zuerst wann und warum benutzt? Was können sie leisten, wo liegt ihre Problematik?
Der Vortrag bietet eine Einführung in das schwierige Verhältnis von Sprache und Unverstehbarkeit im Blick auf die Vernichtung der Juden und versucht eine Klärung der Begriffe für das Unbegreifliche zu leisten. Dabei mag es überraschen, welch elementare Rolle in diesem Zusammenhang religiöse Kontexte einnehmen.
Info und Anmeldung: haensch@katholisches-duesseldorf.de, Tel: 0211 / 90 10 223
Eine Veranstaltung von Katholische Kirche in Düsseldorf