zwangs sterilisiert Eingriffe in die Menschenwürde in Düsseldorf 1934-1945


Zu den „vergessenen Opfern“ der NS-Diktatur gehören bis heute diejenigen Menschen, die einer Zwangssterilisation unterzogen wurden.
Die „Unfruchtbarmachung“ von Männern und Frauen, die man als angeblich „erbkrank“ und als Gefahr für die „Rassenhygiene“ einstufte, war keine Randerscheinung:
Zwischen 1934 und 1945 wurden alleine in Düsseldorf tausende Menschen Opfer dieses entwürdigenden Eingriffs. Amtsärzte, Juristen und Behördenvertreter wirkten an diesen Vorgängen aktiv mit.
Betroffen waren Menschen, die von Geburt an blind oder gehörlos waren, die an nervlichen oder seelischen Erkrankungen oder an Epilepsie litten. Sie alle waren als “erbkrank” stigmatisiert und gerieten auf der Grundlage des “Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses” in den Fokus der Behörden. Zur “Aufartung des deutschen Volkskörpers” beraubte man diese Menschen der Möglichkeit, Nachwuchs zu zeugen, – und ihrer Würde.
Die Aufarbeitung dieser Verbrechen ist bis heute tabuisiert.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Mahn- und Gedenkstätte, des Stadtarchivs und des Gesundheitsamtes mit zahlreichen weiteren Partnerinstitutionen.
Sie kann vom 1. Februar bis 28. August 2022 im Hinterhaus der Mahn- und Gedenkstätte besucht werden. Der Eintritt ist frei, es gilt die 2-G-Regel plus Mund-Nasenschutz.