Die Cellistin von Auschwitz Eine Ausstellung für junge Menschen über das Leben von Anita Lasker-Wallfisch


Anita Lasker-Wallfisch wurde 1925 in Breslau in eine jüdische Familie geboren, in der Bildung und Musik einen festen Platz hatten. Schon früh zeigte sich ihre besondere musikalische Begabung und der Wunsch, Cellistin zu werden.
Mit der nationalsozialistischen Herrschaft änderte sich das Leben der Familie grundlegend. Ausgrenzung und Verfolgung bestimmten zunehmend den Alltag. Ein Versuch, Deutschland zu verlassen, blieb erfolglos. 1942 wurden die Eltern deportiert und ermordet.
Anita und ihre Schwester Renate mussten Zwangsarbeit in einer Papierfabrik leisten. Dort halfen sie französischen Kriegsgefangenen mithilfe gefälschter Dokumente bei der Flucht. Nach der Entdeckung wurden beide verhaftet und schließlich als politische Gefangene nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Anita wurde aufgrund ihres Cellospiels Teil des Lagerorchesters – eine Tatsache, die ihr das Überleben ermöglichte.

Durch einen glücklichen Zufall fanden sich die Schwestern später wieder.
Gemeinsam wurden sie nach Bergen-Belsen gebracht und im Frühjahr 1945 von britischen Truppen befreit. Die Musik blieb für Anita Lasker-Wallfisch ein lebenslanger Begleiter – als Ausdruck von Erinnerung, Widerstand und Hoffnung.

Die Wanderausstellung „Die Cellistin von Auschwitz“ richtet sich an Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren. Sie erzählt die Geschichte von Anita Lasker-Wallfisch behutsam und altersgerecht und bietet einen sensiblen Zugang zu einem schwierigen historischen Thema.

Auf Grundlage des Kinderbuchs „Du wirst gerettet werden“ von Barbara Kirschbaum (Text) und Lukas Ruegenberg (Illustrationen) hilft die Ausstellung dabei, Begriffe wie Nationalsozialismus, Judenverfolgung und Auschwitz einzuordnen. Sie knüpft an vorhandenes Alltagswissen an und unterstützt Eltern sowie pädagogische Fachkräfte bei Gesprächen.

Info: alexanda.buecken@100365.nrw.schule

Ein Ausstellungsprojekt von Kultur im Westen e.V. in Kooperation mit Düsseldorfer Beiträge „Respekt und Mut“, Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Düsseldorf und Volker-Rosin-Schule mit Unterstützung von „Demokratie leben“